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Samstag, 14. Oktober 2017

Die Wunderwaffe gegen Arthrose und Schmerzen: Borax

Borax? Ist das nicht ein Putzmittel?


Ich war ausgesprochen misstrauisch als ich das erste Mal bei Facebook von Borax hörte.
Die gute Hausfrau hatte früher immer Borwasser (Borsäurelösung 3%) im Haus. Das bekam ich als Kind in die Augen geträufelt wenn ich ein Gerstenkorn hatte. 2 Tage später hat es sich verabschiedet.
Aber Borax trinken?

Di-Sodium Tetraborate Decahyrate - deutscher Name Dinatriumtetraborat-Decahydrat


Ich erhielt den Link zur Boraxverschwörung. Was dort steht, ist einleuchtend. Ich glaube auch, dass die Pharmaindustrie wirksame Medikamente durch ihren Einfluss auf die Politik unterdrückt. Borax sowie auch DMSO kosten nicht viel und sind so universell einsetzbar, dass es ja wirklich möglich sein könnte, dass die Menschen geheilt werden ohne teure Medikamente in der Apotheke zu kaufen.

Nun gut. Ich bestellte mir Borax in UK bei Self-Health Enterprises, da man es ja in Deutschland schwer bekommt. Dann stellte ich es in den Schrank, denn was der Bauer nicht kennt, frisst er ja bekanntlich nicht.

Dann fing meine demolierte BWS an massiv zu schmerzen. Du hättest mich sehen können belämmert von all den Schmerzmitteln, im Rücken die Wärmeflasche und mit dem Kühlakku ins Gesicht gepresst, denn die Nervenschmerzen zogen bis in die linke Kopfhälfte. Besonders schlimm wurde es im Liegen. Ohne Schmerzmittel vor dem Schlafen gehen ging nichts mehr.

Ich ging zum Doktor. Was bei mir etwas heißen will. Der renkte mich ein und mobilisierte den Wirbel. Danach war 2 Tage Ruhe. Bis die Schmerzen wieder anfingen. Ich war verzweifelt - so verzweifelt, dass ich mir das Grundrezept für das Borax holte, es anrührte und mit einem Schluck Apfelsaft nahm. Okay, ich fühlte nichts. Also nahm ich am Abend noch mal 10 ml der Grundlösung.

Borax Grundlösung fertig in dest. Wasser reicht über Tage


Nach drei Tagen ließen die Schmerzen nach. Ich spüre den Wirbel nun noch, aber habe keinen steifen, schmerzenden Hals mehr und auch keine Kieferschmerzen. Außerdem merke ich, dass mein Arthrose-Knie nicht mehr knistert. (Meine Knie sehen aus wie Tropfsteinhöhlen...) Dazu kommt, dass ich mich fitter fühle und besser schlafe.

Zusätzlich habe ich mir die Videos von Liebscher & Bracht bei Youtube reingezogen und die Übungen gemacht. Habe auch die Fazienrollen, mit denen man so manchen Schmerz "wegrollen" kann. Liebscher & Bracht, was ich bereits in meinem letzten Posting erwähnt habe, räumen auf mit der Theorie, dass Arthrose durch Überbelastung entsteht. Denn bereits junge Leute haben heutzutage schon Arthrose. Und das aufgrund falscher Haltung und schlechter Ernährung. Davon spreche ich mich auch nicht frei. Ich habe als Autorin einen sesshaften Job, bewege mich zu wenig, gehe von Null auf Hundert wenn ich dann mal z.B. im Garten rackere. Auf Faulheit habe ich jahrelang jeden Morgen einen Topf fertigen Milchreis gegessen und habe mir die Arthrose so quasi herangezüchtet.

Ernährungsumstellung dauert. Wenn man 2 Tage lang keinen Käse isst, nützt das nichts. Trotzdem bin ich vorsichtig damit zu behaupten, dass ich nun die tolle Veganerin bin. Ich fange mit einer Woche Vollwertnahrung an, aber ahne schon, dass ich das von Woche zu Woche verlängern werde. Meiner Gesundheit zuliebe.

PS: Wenn du Borax probieren willst und noch Fragen (besonders zur Dosierung) hast. Bei FB gibt es eine gute Gruppe. Lass dich keinesfalls verunsichern dadurch, dass man es selbst anrühren und die Verträglichkeit testen muss. (Manche nehmen bis zu 100 ml der Grundlösung täglich.) In der Gruppe kannst du alle Probleme und Sorgen besprechen.

Vielleicht sehen wir uns da :)
LG Pat





Freitag, 13. Oktober 2017

Meine vegane Woche Teil 2

Veganes Essen ist langweilig...

Vollwertkost ist nicht langweilig

... dachte ich immer.
Als ich meinen Freunden verkündete, dass ich eine Woche lang veganes Essen ausprobieren will, haben einige die Augen gerollt. Es scheint, das wenn es Veganer gibt, die recht intolerant sind und die Lebensweisen der anderen nicht respektieren. Hat man eine Erkenntnis, ist es meiner Meinung nach kein Grund sich aufs hohe Ross zu setzen. Jeder muss den Lebensstil finden, der ihm gut tut und individuell an seinen Körper angepasst ist.
Es gibt also kein "wie kann man nur Fleisch essen", denn es gibt ohne weiteres Menschen, denen das bekommt. Ich habe letztens einen körperlich total hart arbeitenden Mann getroffen, der sich mit Fleischbrühe vom Fleisch seiner eigenen Tiere saniert hat. Also lasst uns Toleranz üben :)

Mein dritter Tag als Veganerin läuft spitze. Ich weiß noch nicht, ob mein Enthusiasmus Bestand haben wird, aber momentan erinnere ich mich an all die Dinge, die ich eigentlich schon vor 40 Jahren wusste - nämlich wie man sich vollwertig ernährt.

Ich hatte mir bereits vor 25 Jahren in Unkosten gestürzt und mir eine HAWO Getreidemühle zugelegt. Sie ist lange in Vergessenheit geraten und stand in der Ecke. Ja, es ist einfacher und schneller mal eben zum Bäcker zu gehen. Aber auch gesünder?

In dem Buch "Die Naturküche" von Helma Danner (das man gebraucht schon für 3 Euro bekommt) hat Dr. Bruker ein Vorwort geschrieben. Er sagt, dass man auch ohne Fleisch mit genügend Eiweiß versorgt wird, wenn man es aus dem Getreide zieht. Deshalb steht dort das Frischkornfrühstück an erster Stelle. Ich habe keine Ahnung wie dieser Brei schmeckt. Das wird wieder ein Experiment. Die dafür erforderliche Mühle habe ich auf jeden Fall schon mal hervorgeholt und aufgebaut. Das Modell mit der Schublade gibt es nicht mehr.

HAWO Getreidemühle - die hat man ein Leben lang

Bisher fehlt mir nichts.
Ich hatte noch Käse im Kühlschrank, der sehr teuer war. Von ihm habe ich gestern ein Stückchen probiert. Er kam mir versalzen vor. Möglich, dass ich bereits nach 3 Tagen meine Geschmacksknospen auf sensitiv umgestellt habe. Ich mag ihn auf jeden Fall nicht mehr.
In der Vollwertküche sind übrigens Butter und Sahne erlaubt. Ich denke, ohne sie wäre mir die vegane Woche zu hart. Aber Vollkornbrötchen mit Butter und selbstgemachter Marmelade sind köstlich. Ob ich dabei abnehme? Ich bin mir nicht sicher....

Heute gab es Vollkornnudeln mit einer Sauce aus frischen, braunen Champignons. Dazu Gemüse aus Rosenkohl, Brokkoli und Möhren. Ich bin pappsatt. So kann es weiter gehen.

Ich wünsche dir ein geschmackvolles Wochenende und viel Glück, denn heute ist Freitag der 13. Aber wir sind ja nicht abergläubisch, oder? :)

Deine Pat


Donnerstag, 12. Oktober 2017

Meine vegane Woche Teil 1

Vegan essen, öde oder toll?


Veganer Brotaufstrich auf Sonnenblumenkernbasis


Mein 2. Tag als Veganerin.
Als Schmerzpatientin versucht man ja so einiges. Vor 2 Tagen sah ich ein Video von Liebscher & Bracht, die über veganes Essen erzählt haben. Die Devise "Du bist, was du isst", leuchtet ein.
Allerdings konnte ich mir nicht vorstellen, was ich eigentlich essen soll, wenn Käse, Quark, Milch und Fisch aus meinem Speiseplan wegfallen. Fleisch habe ich bereits vor einer ganzen Weile gestrichen. Da vermisse ich nichts. Auf Wurst zu verzichten fällt allerdings gelegentlich schwer.

Was essen eigentlich Veganer?
Ich habe beschlossen, dass Butter für mich nicht zu den tierischen Eiweißen zählt, denn ich mag keine Margarine, esse Olivenöl nur mit langen Zähnen, Rapsöl hat so einen starken Eigengeschmack und Sonnenblumenöl ist eigentlich nichts für Leute mit Arthrose.

Gut, was bleibt? Obst, Gemüse, Reis, Nudeln (Vollkorn) und Brot (möglichst Dinkel).
Also war die erste Frage: Was esse ich aufs Brot?
Die veganen Brotaufstriche im Bioladen fand ich teuer und nicht so prickelnd, also habe ich mich gestern an meinen ersten veganen Brotaufstrich gemacht.

200 Gramm Sonnenblumenkerne werden mit 250 ml Wasser gekocht. Das Wasser wird abgekippt. Dann werden die Kerne püriert. Vorsicht, in einem weiten Gefäß spritzen sie durch die Gegend. Man braucht ein hohes Gefäß.
Die Paste wird verfeinert mit Zitronensaft, 3 EL Öl und einem TL Salz.
Zu dieser Grundpaste kann man dann nach Belieben Kräuter, getrocknete Tomaten etc mischen.

Ich habe in die Grundmischung gehackte Petersilie gestreut (Vitamin C!) eine halbe Knoblauchzehe und ein Stückchen frischen Kurkuma. Dazu eine Prise Pfeffer, um den Kurkuma zu verstärken. Und etwas braunen Zucker. Schmeckt ausgezeichnet.

Für die zweite Mischung habe ich eine kleine Zwiebel und einen fein gehackten Apfel angedünstet, klein gedrückt und dann mit der Paste vermischt. Das musste mit Zucker und Pfeffer abgeschmeckt werden. War sonst zu öde.

Ich bin zufrieden mit meinem ersten Versuch.
Ich habe noch ein Rezept für Leberwurst ähnlichen Brotaufstrich, der mit geräuchertem Tofu gemacht wird. Bin gespannt, denn ich habe Tofu ein Mal probiert und als "Nicht-Lebensmittel" eingestuft ;)

Habe mal mein 40 Jahre altes Buch "Biologisch Kochen und Backen" aus der Versenkung geholt. Ja, das mit dem Vegetarischen ist nicht neu für mich. Dementsprechend sieht mein Buch auch aus...



Ich habe mir erst einmal EINE vegane Woche vorgenommen. Die kann ich ja nach Belieben verlängern, sollte ich nichts vermissen :)

Ich wünsche euch eine spannende Woche.
LG Pat