Duocarns - Fantasy Buchserie

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Duocarns

Samstag, 22. September 2012

Facetten der Lust - Erotikroman von Kat Marcuse

 
 
 
In "Facetten der Lust" findet Ihr 7 Kurzgeschichten um Dominanz, Unterwerfung und die große Liebe. BDSM in Samt und Seide! Diesmal habe ich mich auch in die Gay-Szene vorgewagt. Herausgekommen sind zwei Geschichten voller Gefühl und Leidenschaft. In "Das Geständnis" geht es um einen bisexuellen Mann, der einen Weg sucht, seiner Freundin von seiner anderen Seite zu erzählen.
"Sean und Caleb" treffen sich nach 17 Jahren wieder und erkennen, dass sie sich all die Jahre nacheinader gesehnt haben. :-)
 
Leseprobe aus Sean und Caleb:
 
„In diesem Laden gibt es keinen Macallan.“
Sean blieb wie angewurzelt stehen. Die Stimme hinter ihm war dunkel und weich, mit starkem schottischem Akzent. Sie passte perfekt zu einem Mann mit schwarzer, wilder Mähne und muskelbepacktem Oberkörper. Er wusste noch immer nicht, was es mit diesem Mann auf sich hatte, doch sein wildgewordenes Herzklopfen schien es zu wissen.
„Ich habe eine Flasche in meinem Büro“, sagte Sean und drehte sich um.
Der Fremde war nur etwas größer als er selbst. Ungewöhnlich dunkelbraune Augen sahen ihn belustigt von oben bis unten an. Sein Gesicht war unter einem akkurat gestutzten, kurzen Vollbart verborgen, trotzdem kam ihm die Mimik bekannt vor.
„Du siehst gut aus, Sean.“
Das hatte er vor wenigen Minuten schon einmal gehört. Diesmal hatten die Worte eine ganz andere Wirkung. Sein Rücken drückte sich automatisch durch, er zog die leicht nach vorn gesunkenen Schultern zurück und präsentierte sich von seiner besten Seite. Er fühlte ein breites Lächeln auf seinem Gesicht. Einzig die innere Unruhe, die mit jeder Sekunde stärker wurde, irritierte ihn.
„Kennen wir uns?“
„Zugegeben, es ist eine Weile her, aber dass du mich völlig aus deinem Gedächtnis gestrichen hast, schmerzt.“
Der Typ legte eine Hand über sein Herz und sah ihn gequält an. Sean hingegen konnte nur den Siegelring am Finger des Mannes anstarren. Wie ein elektrischer Schlag traf ihn das Erkennen.
„Caleb“, war alles, was ihm über die Lippen kam.
Einen Moment später fand er sich in einer kräftigen Umarmung wieder. Caleb klopfte ihm erfreut auf die Schultern und Sean stieg dessen Duft in die Nase.
Eine Weile sahen sie sich schweigend an. Wie lange war das her, zehn, fünfzehn Jahre?
„Siebzehn“, sagte Caleb, der scheinbar noch immer seine Gedanken lesen konnte.
„Du hast dich sehr verändert“, brachte Sean heraus. Eine Sintflut Erinnerungen brach über ihn herein und machte ihn fast schwindlig.
„Wir waren damals Kinder“, lachte Caleb. „Natürlich haben wir uns verändert. Was ist nun mit dem Whisky?“
Wie in Trance setzte er sich in Bewegung. In seinem Kopf herrschte ein einziges Chaos.
Vor siebzehn Jahren hatten er und Caleb die letzten Ferien gemeinsam auf dem Landsitz der Familie MacKenzie verbracht. Sie waren tagelang durch die Highlands gestreift, hatten gezeltet, Lagerfeuer gemacht, sich Geschichten erzählt, über ihre Pläne gesprochen. Sie waren beste Freunde gewesen. Es waren ausgelassene vier Wochen und eine Zeit, die Seans Leben grundlegend verändert hatte.
Plötzlich war er wieder neunzehn.
Er spürte das Stroh, das ihm unangenehm in den Rücken stach, sah Calebs Körper im Mondschein schimmern und roch seinen herben männlichen Duft. Sie hatten gerauft und wie so oft war Sean unterlegen, obwohl er körperlich besser in Form war. Seine Muskeln waren kräftiger und ausgeprägter. Gegen Calebs schmächtigen Körperbau sah er wie ein Bodybuilder aus. Und doch machte er die mangelnde Kraft durch trickreiche, nicht ganz faire Technik weg.
Jetzt saß er auf Seans Hüften, seine Hände umschlossen seine Handgelenke und drückten sie zu Boden. Das triumphierende Grinsen ließ Seans Herz rasen. Diese wundervollen nachtschwarzen Augen glitten über seine nackte Brust und Calebs Stimme klang wie eine Verheißung.
„Gib dich geschlagen, Rotrock. Gegen einen echten Schotten kommst du nicht an.“
„Nur weil du nicht fair kämpfst“, protestierte er und versuchte, Caleb von sich zu werfen. Doch seine Bemühungen waren halbherzig. Er genoss es viel zu sehr, in der Gewalt des Freundes zu sein.
Wie aus dem Nichts jagte Verlangen durch seinen Körper.
Caleb beugte sich herab und sah ihm tief in die Augen. Sein Blick war nicht mehr triumphierend, sondern skeptisch. Der Griff um seine Handgelenke wurde fester, schmerzhaft. Caleb drückte seinen Hintern auf seine Lenden und beobachtete seine Reaktion aufmerksam. Sean knurrte und sog hektisch Luft in seine Lungen. Caleb schien ihn ewig zu mustern und er konnte und wollte sich nicht wehren. Zu verwirrend war das, was er fühlte.
Da berührten Calebs Lippen die seinen. Es war ein sanftes und zögerliches Testen. Eine Sekunde später sah er ihn wieder an.
„Tu es“, hörte Sean sich sagen und konnte es kaum fassen. Daheim wartete Lucille auf ihn. Er hatte Pläne, ein Haus, Familie, Kinder ...
All das löste sich in einer Dunstwolke auf, als Caleb seinen Oberkörper auf seinen senkte und ihn küsste. Dieser Kuss war anders als alles, was er bisher erlebt hatte. Er war herb, fast gewaltsam und in einem Maße besitzergreifend, dass Sean des Denkens nicht mehr mächtig war. Sein gesamtes Blut schoss in seine Lenden. Er stöhnte auf, als seine Erektion schmerzhaft in der engen Jeans gequetscht wurde.
Caleb knabberte an seinem Hals, bahnte sich einen Weg über das Schlüsselbein hinab zu seiner Brust, die von Schweiß bedeckt war. Er sah ihm direkt in die Augen, als er mit der Zunge über seine Brustwarze leckte. Sean keuchte und warf den Kopf in den Nacken.
„Du weißt nicht, wie lange ich mich schon nach dir sehne“, hörte er Caleb sagen.
„Nicht sprechen. Oh Gott!“ Er bäumte sich auf, als Caleb an seiner Brustwarze saugte und leicht in den aufgestellten Nippel biss.
Caleb drückte seinen Oberschenkel gegen seinen Schritt. Der Druck war fast zu viel. Sean schwirrte der Kopf, als befände er sich in einem Drogenrausch. Dass Caleb seine Hose öffnete, merkte er erst, als kühle Luft sein erhitztes Fleisch traf.
Widerstandslos ließ er sich die Jeans über die Beine ziehen. Calebs Blick loderte dabei wie Feuer. Sehnsüchtig leckte er sich die Lippen.
„Zieh dich auch aus.“
Sean war sich nicht sicher, ob er mit dieser Bitte Zeit schinden wollte. In seinem Herzen war eine Mischung aus grenzenloser Gier und Furcht. Es war nicht richtig, was sie hier taten. Er war nicht schwul. Nie zuvor hatte er sich zu einem Mann hingezogen gefühlt.
Als Calebs Hose zu Boden glitt und ein prachtvoller Ständer vor seinen Augen auftauchte, verschwand jeder Zweifel. Er konnte nur noch an eines denken: Diesen Schwanz wollte er schmecken, seine Kraft spüren.
Etwas ungelenk kniete er sich vor seinen Freund und streichelte über die Erektion. Heilige Scheiße fühlte sich das gut an. Sein eigener Schwanz wurde so hart, dass Sean glaubte, er würde augenblicklich explodieren.
Caleb seufzte leise und drückte sich gegen seine Hand. Sean sah zu ihm auf, als er seine Lippen um die Eichel schloss. Der herbe Geruch des Schweißes und Calebs Moschusduft raubten ihm die Sinne. Die Härte in seinem Mund ließ sein Herz nur so rasen.
Mittlerweile lag Calebs Hand an seinem Hinterkopf. Gierig drängte er sich in seinen Rachen. Sean glaubte, ersticken zu müssen, so tief stieß Caleb in seine Kehle. In dem Moment, da er sich zur Wehr setzte, gab er ihn frei. Sean sah zu ihm auf, um ihm gehörig die Meinung zu sagen. Ihm blieben die Flüche im Hals stecken. Calebs Blick war herausfordernd und wild. Seans Herz schlug noch gewaltiger gegen seine Brust, obwohl das nicht möglich sein konnte. Ergeben, ein anderes Wort fiel ihm dafür nicht ein, bot er dem Freund seinen Mund erneut zum Benutzen an. Augenblicklich versenkte dieser seinen Schwanz in Seans Rachen.
„Oh ja, das fühlt sich so gut an.“
Scheiße noch mal! Sprich nicht, sonst wird mir bewusst, was wir hier tun.
Sean saugte kräftig an der Eichel, um ihm statt Worte Stöhnen zu entlocken. Calebs Finger krallten sich in sein Haar und rissen seinen Kopf zurück.
„Ich habe nicht vor, jetzt schon abzuspritzen. So schnell lasse ich dich nicht davonkommen.“
Im nächsten Augenblick fand sich Sean auf dem Rücken, Caleb über sich. Ihre Schwänze berührten sich, drängten sich aneinander. Sean konnte nur noch stöhnen.
Wenn Caleb auch genug Selbstbeherrschung hatte, er nicht. Er bäumte den Oberkörper auf, drückte seinen Ständer gegen Calebs Becken und rieb sich an ihm. Doch Caleb wich zurück, schwebte wenige Zentimeter über ihm und grinste.
„Ich will dich ganz, nicht nur einen Blowjob.“
Sean riss entsetzt die Augen auf. „Du willst in meinen Arsch? Das kannst du vergessen. Nicht mit mir. Ich weiß sowieso nicht, was das alles soll. Ich bin nicht schwul, das weißt du.“
Er versuchte sich zu befreien, scheiterte jedoch kläglich. Calebs Hände lagen wie Schraubzwingen um seine Handgelenke und mit den Beinen trat er ins Leere, da Caleb auf seinen Hüften saß.
„Willst du mich ficken, Sean?“
Jedwede Gegenwehr fiel von ihm ab. Er wusste nicht, was auf seinem Gesicht zu lesen war, doch es ermutigte seinen Freund. Erneut küsste er seinen Hals und seine Brust und brachte so die Gier zurück.
„Ich will dich mit jeder Faser meines Körpers spüren. Nimm mich, Sean. Mir ist klar, dass es ein einmaliges Erlebnis bleiben wird.“
Caleb gab ihn frei, legte sich neben ihn und streichelte über seine nackte Haut.
Seans Herz schlug so schnell, dass er kaum Luft holen konnte.
„Scheiße Mann! Ich weiß nicht, was hier gerade passiert, aber ich will dich auch.“
 


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