Duocarns - Fantasy Buchserie

Duocarns - Fantasy Buchserie
Duocarns

Dienstag, 3. Januar 2012

Tipps für Autoren Teil 1

Schreiben - Ein Handwerk
"Ich werde ein Buch schreiben!"
Gehörst du auch zu den Leuten, die das schon einmal gesagt haben?
Gratuliere! Nein, ganz im Ernst, - es ist wirklich toll, wenn jemand eine Idee hat und diese zu Papier, bzw. in den Computer bringt! Besonders wenn, ich spreche jetzt eigentlich nur mit den Roman-Schreibern/innen, die Story fesselnd ist und die Charactere spannend. Vielleicht hast du sogar eine Botschaft in deine Geschichte verpackt! Klasse!


Die Gründe, ein Buch zu schreiben sind sicherlich vielfältig.
Ich habe aus Therapie-Gründen angefangen zu schreiben.
Aus einer zweiundzwanzig Jahre dauernden Ehe kommend, die mich völlig eingespannt hatte. Als der geliebte Partner erkrankte, Pflegefall wurde, und letztendlich starb, hatte ich phasenweise den Eindruck selbst überhaupt nicht mehr zu existieren.
Dann, so nach und nach, kam die Erkenntnis, dass ich ja nun frei war. Ich konnte meine Zeit wieder bestimmen wie ich wollte, musste mich um niemanden kümmern. Das war eine regelrechte Offenbarung! Ich bin immer sehr freiheitsliebend gewesen, aber hatte das bereits schon fast vergessen!


Wie ich auf die Idee kam, die Duocarns zu schreiben, erzähle ich bereits in meiner Vita.
Bisher hat die Story 1200 Seiten und ich bin bei Band 6. Sicherlich wird es auch noch einen siebten Band geben.

Ok, zum Thema. Da stand ich nun mit 1200 Seiten Herzblut. Wie viele Seiten hast DU bereits geschrieben?

Man geht den Text durch, wieder und wieder. Er erscheint einem in keiner Weise wie die literarischen Ergüsse eines Hohlbein. Aber eigentlich möchte man schon, dass jemand die Geschichte liest, denn man ist ja überzeugt davon. Man sucht die Bestätigung.
Gut, ab ins Internet. Wie machen es die anderen?
Holla! Manche putzen zehn Jahre lang vergeblich die Klinke bei den großen Verlagen! Hat man dazu Lust? Vielleicht. Hat man dazu Zeit? Man blickt auf das eigene Geburtsdatum und entscheidet: Nein!

Also muss jemand her, der das Ganze liest, um es zu beurteilen. Und, Teufel noch eins, man findet niemanden! Alle Freunde und Bekannte haben Bücher auf den Nachttischen, aber wenn es darum geht, das Werk einer Freundin am Rechner zu lesen, ziehen sich alle kleinlaut zurück. "Ach weißt du, am Rechner liest es sich so schlecht!" Klar, das weiß man ja selbst!

Die Idee, das Ganze auszudrucken, um denn den lieben Freunden ein Bündel Blätter in die Hand zu drücken, kannst du ebenfalls vergessen!

Hast du das Glück einige Testleser zu finden - was sagen die? "Och, ganz gut!" oder "Hat mir gefallen!"
So kommt man nicht weiter! Also muss ein Lektor her! Man äugt auf den eigenen Kontostand. Ähm - was verdient denn so ein professioneller Lektor? Ich kann es dir sagen: Zwischen 30-50 Euro pro Stunde. Und, lass es dir gesagt sein: Jemand, der dir 50 Euro für das Lektorat eines ganzen Buchs abknöpft, taugt nichts!


Langsam dämmert, nach all den Informationen, vielleicht auch bei dir die Erkenntnis: Schreiben ist ein Handwerk! Kein Schreiner kann einen Schrank nach seinen Ideen bauen, wenn er nicht vorher die Tischlerei gelernt hat! Bitte, bitte, auch wenn du dich für ein Naturtalent hältst - beherzige das! Versuche, wenigstens die wichtigsten Grundzüge des Schreib-Handwerks zu verinnerlichen!
Nun, wie erlernt man ein Handwerk? Man liest Bücher und versucht einen Lehrer zu finden. Wenn du das Glück hast einen Deutsch-Professor in der Familie zu haben, kann ich dir nur gratulieren. Die meisten Leute haben keine so elitäre Verwandtschaft. Ich für meinen Teil habe mir Bücher gekauft. Hier meine Starter-Buchliste der Bücher, die mir besonders geholfen haben:

Echte Nr. 1:
Schreibstil Ratgeber von Susanne Strecker
Erfolgreiche Heilung von Adjektivitis, Bindewortentzündung und Co.
Prima und humorvoll geschrieben.


Nr. 2
Heinz W. Pahlke
Buchsatz für Autoren
Vom Manuskript zum Buch mit Publishing on Demand
Das A und O!


Nr. 3Hans Peter Roentgen
Vier Seiten für ein Halleluja


Nr. 4
Hans Peter Roentgen
Drei Seiten für ein Exposè


Zu den Büchern drei und vier muss ich sagen, dass sie helfen, aber nerven. Ganz einfach deshalb weil sie einen auffordern Übungen zu machen. Ich hatte weder Zeit noch Lust dazu. Wenn man die ganzen Schreib-Übungen macht, die der Autor empfiehlt, braucht man schätzungsweise ein Jahr bis man die Bücher durchgeackert hat. Anfängern, die wirklich von der Pieke an lernen wollen, würde ich raten, diese zu machen. Ich habe in meiner Arroganz darauf verzichtet...

Hans Peter Roentgen war sehr freundlich als ich ihn angeschreiben habe, und empfahl mir einen preiswerten und guten Lektor. Also: Lektoren nur auf Empfehlung engagieren!

Die Zusammenarbeit mit einem Lektor ist ein Kapitel für sich. Wählt man diesen Weg, besorgt man sich am besten schon einmal Shampoo für die Kopfwäsche!
Bis zum nächsten Mal!

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