Duocarns - Fantasy Buchserie

Duocarns - Fantasy Buchserie
Duocarns

Dienstag, 13. November 2012

Noch 8 Tage: Band 7 "Duocarns - Alien War Planet"

 
Leseprobe:





Patallia bettete die kleine Marina auf das rote Ledersofa und nahm nochmals ihr linkes Ärmchen. Dort waren mit Gewalt Schuppen entfernt worden. Er hatte die großflächige Wunde bereits desinfiziert und mit einer Heilsalbe bestrichen, war jedoch noch nicht ganz zufrieden. Ob die Schuppen wohl nachwachsen würden? Er kannte nicht die auranische Physiognomie. Es blieb abzuwarten.

Er hatte kaum geschlafen, denn Xanmerans Verletzungen hatten seine Aufmerksamkeit gefordert. Er musste diesem die Dermastrien-Reste chirurgisch vom Leib entfernen, da sie anfingen sich zu entzünden. Dann waren nacheinander der verletzte Troyan mit der geschwächten Tabathea und schließlich auch Solutosan mit Tervenarius und dem gefolterten Kind in die Residenz auf Sublimar zurückgekehrt. Er hatte kurz mit Ulquiorra gesprochen. Ihn aus Solutosans Mund zu vernehmen, hatte ihn schockiert. Patallia strich sich erschöpft über den blanken Schädel.

Smu hatte die ganze Zeit wortlos neben ihnen gestanden und das Kind betrachtet. »Ist das Solutosans Tochter?«, flüsterte er.

»Die Kleine ist so fertig, du kannst ruhig laut sprechen, Smu.« Er sah sich im Zimmer um. Smu hatte offensichtlich an seinem Laptop gesessen, Computerspiele gespielt und Kekse gefuttert, denn um seinen Stuhl war der Teppichboden mit Krümeln bedeckt. Er sah zu Smu, in seinem hellblauen Jogginganzug auf, der ihn neugierig mit seinen grünen Augen musterte. Sein Herz machte einen Satz.

Es war eine Erlösung in die Normalität in Seafair zurückzukehren. Schnell erhob er sich, bevor Smu noch etwas sagen konnte und zog ihn in seine Arme. Er war wunderbar warm, der Stoff des Jogginganzugs fühlte sich kuschlig an. Unter ihm spürte er die harten Muskeln von Smus sehnigem Körper. Er rieb die Lippen an seinen leicht stoppeligen Wangen, berührte den weichen Mund und stöhnte erleichtert auf.

Smu hielt ihn in Armeslänge von sich. »War es so schlimm?«

Er nickte. »Ja, Smu.«

Wie er erwartet hatte, kam von Smu nun eine für ihn typische Rettungsaktion. »Aha! Dann weiß ich, was zu tun ist. – Zuerst wirst du duschen, damit du überhaupt erst mal riechst wie ein Mensch. Arme hoch!« Mit diesen Worten zog er ihm das befleckte Gewand über den Kopf.

»Ich bin aber kein Mensch, Smu.«

»Egal. Hauptsache du riechst wie einer. Komm mit!« Er führte ihn ins Badezimmer und drückte ihn in die Duschkabine. Energisch riss er mit einem Ruck den Reißverschluss seiner Joggingjacke auf,  zog sie aus und warf sie über das Waschbecken. Mit nacktem Oberkörper griff er in sein Sortiment von exklusiven Duschgels. »So, jetzt Wasser marsch.«

Mit konzentriertem Gesicht begann er ihn zu waschen. Patallia stand in der Dusche mit hängenden Armen und ließ alles geschehen. Er genoss das warme Wasser, den duftenden Seifenschaum, Smus geschickte Finger, die über seinen Leib strichen. Jetzt merkte er wie müde er war. Fast wäre er im Stehen eingeschlafen.

»Details erzählst du mir am besten morgen, Pat.« Patallia nickte dankbar und ließ sich von Smu abfrottieren. »So, und nun ab ins Bett mit dir.«

»Und Marina?«

»Die schläft. Sollte sie wach werden, kümmert Onkel Smu sich um sie, okay?« Er nickte dankbar, ließ sich zum Bett führen und zudecken. »Und jetzt hole ich dir noch etwas zu essen. Dann wird geschlafen.« Er nahm nur noch schemenhaft wahr, dass Smu mit einem Glas Kefir vor dem Bett stand und es dann kopfschüttelnd fortstellte.



 
Band 1-6 findest du HIER
 

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